Jetzt ist wieder Urlaubszeit. Viele zieht es nach Schleswig-Holstein, an die Küsten von Nord- und Ostsee. Der Norden ist traditionell ein beliebtes Feriengebiet. Es locken weite Strände, gute Luft und es gibt jede Menge zu entdecken. Bei gutem Wetter möchte man vor allem im Sand oder im Strandkorb liegen, braun werden, das Meer genießen und gelegentlich darin baden. Aber irgendwann wird auch der schönste Strand langweilig. Gut, dass man in Schleswig-Holstein hervorragende Radtouren unternehmen kann.

 

Die Landschaft ist geradezu ideal zum Radeln. Es gibt keine kraftraubenden Steigungen, bei denen man viel schalten müsste, denn das Land ist flach. An der Nordseeküste kann man auf vielen Deichen entlang fahren und hat von dort einen besonders weiten Blick, sowohl ins Landesinnere, als auch hinaus auf die See. Auch die Ostsee bietet viele reizvolle Strecken entlang der Steilküsten von denen man eine sehr gute Aussicht genießt.

 

Auch das Hinterland hat einiges zu bieten: Eine wunderschöne Route ist beispielsweise die 5-Seen-Tour in der Holsteinischen Schweiz. Keine Sorge, das Gebiet heißt zwar so, aber hier müssen keine Berge erklommen werden. Dafür gibt es, unweit der Ostseeküste, viele romantische Binnenseen. Ein Naturparadies, dass auch von Ruder- und Paddelfreunden sehr geschätzt wird. Am Weg liegen Sehenswürdigkeiten wie das Plöner Schloss, die Insel „Großer Warder“ im Behler See und wem es zu heiß wird, der kann sich im Strandbad Dieksee abkühlen. Rast- und Erfrischungsmöglichkeiten finden sich reichlich, dazu liegen auch hübsche Kurorte wie Malente an der Strecke.

 

Hoch im Norden ist die Flensburger Förde, ein langer Meeresarm der Ostsee, der sich weit ins Landesinnere, bis nach Flensburg zieht. Die Nordküste gehört zu Dänemark, die Südküste zu Schleswig-Holstein. Hier kann man eine wunderschöne Panorama-Tour unternehmen. Die Landschaft Angelns gestattet immer wieder wunderschöne Blicke auf die Ostsee. Von einigen Aussichtspunkten kann man bis auf die dänische Küste hinüberschauen.

 

Die Nordseeküste ist mit ihrem abwechselnden Spiel aus Ebbe und Flut nicht nur ideal für Wattwanderungen. Auch Radler fühlen sich hier richtig wohl. Ein guter Ausgangspunkt ist St. Peter Ording. Der besonders breite Sandstrand ist unter anderem durch seine Strandsegler bekannt geworden, die hier mit hohem Tempo unterwegs sind, sobald der Wind weht. Über Deiche und durch grünes Marschland führen attraktive Routen. In den kleinen Häfen sieht man noch klassische Fischkutter. Viele Leuchtfeuer säumen die Strecke, zum Beispiel der Westerhever Leuchtturm, der als eines der Wahrzeichen Nordfrieslands gilt. Entlang der Deiche grasen große Schafherden.

 

Viele Kurverwaltungen an der Küste bieten bereits geführte Radtouren an. Ortskundige zeigen die schönsten Strecken und Sehenswürdigkeiten. Wer sein eigenes Fahrrad nicht auf dem Autoträger mit in den Urlaub nehmen möchte, kann auch am Ferienort eins ausleihen. Für zwölf Radfernwege Schleswig-Holsteins und viele interessante Nebenstrecken stehen GPS-Navigationshilfen bereit. Entsprechende GPS-Geräte für den Lenker kann man ebenfalls ausleihen. Wer möchte, findet damit sogar Routen, die Nord- und Ostseeküste verbinden, zum Beispiel entlang des Nord-Ostsee-Kanals.