Am 21 August 2011 ist es wieder so weit: In Hamburg werden die Cyclassics gestartet, das größte Radrennen in Norddeutschland. Das ist nicht nur für die mehr als 150 Profis ein attraktives Ereignis, sondern vor allem für rund 22.000 Radler, die in der Jedermann-Wertung antreten.

Auch ein „Alter Hase“ des Radsports ist mit dabei. Erik Zabel startet mit seinem Rennrad diesmal ganz locker und entspannt beim Jedermann-Rennen. Gleichzeitig ist er neuer Sportdirektor und Assistent der Rennleitung. Viele Zuschauer kennen ihn aus seinen großen Zeiten, als er bei den großen Wettbewerben, wie der Tour de France, stets ganz vorn dabei war. Er fährt immer noch gern zum Spaß mit und freut sich, wenn er heil ankommt. Die Platzierung ist ihm diesmal nicht so wichtig.

Weit in den Süden, nach Niedersachsen hinein, geht die Streckenführung diesmal. Buchholz, Heimfeld, Ehestorf, Langenrehm, Jesteburg und Holm-Seppensen liegen am Weg. Da gibt es reizvolle Abschnitte und große Herausforderungen. Zu den Highlights gehört ganz sicher die Fahrt über die Köhlbrandbrücke. Die Aussicht von dort oben ist einfach unvergleichlich. Doch um in den Genuß zu kommen, muss man sich erst einmal die lange Steigung hocharbeiten. Dabei kommen auch Profifahrer ganz schön ins Schwitzen.

Die Veranstalter haben darauf geachtet, dass die Profi-Teams mit möglichst vielen deutschen Fahrern antreten. Da gibt es für die Radsportenthusiasten ordentlich was zu Jubeln. Mit mindestens 800.000 Fans rechnet man entlang der Strecken. Viele von ihnen feuern auch Starter des Jedermann-Wettbewerbs an. Ein Grund sich um so mehr anzustrengen. Hier kann man den Verwandten, Freunden, Kollegen oder Nachbarn mal richtig zeigen, was man drauf hat. Es werden stattliche Distanzen von 55, 100 oder 155 Kilometern zurückgelegt. Die Profis müssen sogar mehr als 216,4 Kilometer weit fahren. In den letzten beiden Jahren konnte Tyler Farrar aus den Vereinigten Staaten den Wettbewerb für sich entscheiden. Er gilt folglich auch diesmal wieder als Top-Favorit. Die ProTour-Teams kommen aus aller Welt. Sie sind ständig unterwegs und starten im Rahmen der UCI World Tour bei den größten Radrennen rund um den Globus.

Sonderwertungen gibt es für Nachwuchsfahrer, die YoungClassics, bei denen die „Rennfahrer von Morgen“ auf sich aufmerksam machen können. Bei den SpecialClassics zeigen Behinderte unter großem Beifall, dass sie sportlich gut mithalten können. Für Einsteigerinnen beim Jedermann-Rennen wird diesmal ein eigener Block eingerichtet. Frauen sind nämlich bislang, mit nicht einmal 15 Prozent, noch unterrepräsentiert. Das soll sich ändern. Damit sich mehr von ihnen in den Sattel trauen, will man die Attraktivität deutlich erhöhen.

Ein buntes Veranstaltungsprogramm vor dem Rathaus und an der Binnenalster mit vielen Shows und Vorführungen sorgt dafür, dass die Zuschauer sich keinen Moment langweilen werden. Am Vorabend sind die Akteure schon mal zum traditionellen Pasta-Essen auf den Gerhart-Hauptmann-Platz eingeladen. Dort können sie sich Kraft für die lange Strecke anfuttern, damit sie am Sonntag beim Rennen gut durchhalten.