In Asien gehören sie ganz selbstverständlich zum Straßenbild, die Rikschas. So gab es zunächst die von Läufern gezogenen zweirädrigen Modelle. Sie haben eine lange Tradition. Schon im 19. Jahrhundert waren sie äußerst populär. Oft waren sie bereits mit Klappverdecken ausgerüstet, um die Fahrgäste vor Sonne oder Regen zu schützen.

Der Ursprung der Rikscha liegt in Japan. Die Erfindung wird allerdings einem Europäer, dem anglikanischen Geistlichen Reverend M. B. Bailey, zugeschrieben.

Bald kam man auch auf die Idee, dreirädrige Modelle mit Pedalantrieb zu bauen, wobei die Technik des Fahrrades mit der Rikscha kombiniert wurde. Nachdem es für eine Weile aussah, als ob sich politische Bestrebungen durchsetzen könnten, Rikschas abzuschaffen, weil die Arbeit der Fahrer als unzeitgemäß oder unwürdig empfunden wurde, erlebt die Rikscha in den letzten Jahren eine Renaissance in modernisierter Form. Auch und gerade in der westlichen Welt.

Die modernste Form der Rikscha ist das Fahrrad-Taxi. Der Fahrer hat dabei eine halb liegende Position, wodurch er seine Beinkraft besonders effektiv einsetzen kann. Fahrrad-Taxis haben eine stabile, rahmenartige und windschnittige Kunststoff-Karosserie, die an den Seiten offen genug ist, um einen guten Ausblick zu ermöglichen, die aber auch hinreichenden Wetterschutz bietet, wenn es nötig ist.

Da Fahrrad-Taxis einen hohen Aufmerksamkeitswert genießen, werden ihre Außenflächen gerne für Werbebeschriftungen genutzt. Dadurch ergibt sich automatisch eine bunte Vielfalt innerhalb der Taxi-Flotte.

Technisch sind moderne Fahrrad-Taxis recht ausgefeilt. Viele verfügen bereits über Bremslichter, sogar elektrische Hilfsaggregate, die beim Anfahren oder an Steigungen mithelfen, gibt es.

Gerne werden Fahrrad-Taxis für Stadtrundfahrten gebucht. Dabei kommt es nicht so sehr auf Geschwindigkeit an, sondern darauf, ein Gebiet in Ruhe kennenzulernen. Deshalb sind die Rikschafahrer meist gleichzeitig gute Stadtführer und geben der Fahrt durch viele Zusatzinformationen einen besonderen Mehrwert.