Ob Kinder-Fahrrad oder Mountainbike, Touren- oder Rennrad, City-Bike oder  Beach-Cruiser, Bonanza-Rad oder Tandem – alle Fahrräder haben einen Sattel. So unterschiedlich die einzelnen Fahrradtypen sind, um so vielseitiger sind dementsprechend auch die Möglichkeiten, dem jeweiligen Zweirad einen Fahrradsattel anzupassen. Die Zeiten, in denen ein Fahrrad eben einen Fahrradsitz hatte und gut, die sind lange vorbei. Längst hat auch Hightech in die Sattelkonstruktion und -fabrikation Einzug gehalten. Sattelformen werden am Computer entworfen und entwickelt.

Innovative Hightech-Materialien kommen vermehrt zum Einsatz.  Besonders deutlich wird das im professionellen Sportbereich. Das Ziel ist die möglichst perfekte Anpassung an die Anatomie des Radsportprofis. Maßgefertigt sollte ein guter Sportsattel mindestens sein, um den extremen Anforderungen im Rennsport gerecht zu werden. Damit Höchstleistungen erzielt werden können. Auf der Straße bei der Tour de France, auf der Giro d‘Italia oder den vielen Städterennen (z. B. Cyclassics), die weltweit geradelt werden.

Zunächst lassen sich drei Hauptgruppen von Sätteln unterscheiden:

Damensättel, Herrensättel, Kinder- und Jugendsättel. Diese unterteilen sich wiederum in die verschiedensten, unterschiedlichen Modelle und ihre Variationen, wie zum Beispiel: City-Sättel, Tourensättel, Gel-Sättel, Sportsättel, Bananen-Sättel, Rennsättel, Universalsättel, Rocksättel (für Rockträgerinnen). Damensättel haben meist eine etwas kürzere Sattelnase als Herrensättel, Kinder- und Jugendsättel sind naturgemäß insgesamt etwas kleiner. Große Unterschiede gibt es selbstverständlich in den verwendeten Materialien, aus denen ein Sattel besteht. Ebenso in der Form, in Bezug und Ausstattung sowie in der Aufpolsterung. Vom natürlichen, dicken Leder bis hin zu Kunstleder und Kunststoffen aller Arten reicht die Palette. Zur Polsterung, Federung und Unterstützung des Fahrers im Allgemeinen dienen Stahlfedern und Geleinlagen oder spezielle Schaumpolster. Es werden für jede Anwendung Sättel in nahezu allen Preiskategorien angeboten. Den richtigen Sattel für sich zu finden ist vielleicht mit dem Schuhkauf vergleichbar. Ein Tipp: Es sollte bei der Entscheidung für einen Sattel immer weniger das Aussehen, als vielmehr die beste Passform und eben der Sitz entscheidend sein. Sonst wird die nächste Radtour schneller als man denkt zu einer Tortur.