Städte stehen untereinander im Wettbewerb um Standortvorteile. Dazu gehört auch die Attraktivität der Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Hamburg hat erkannt, dass auch das Radfahren dazu gehört und wirbt jetzt aktiv für die Schönheit seiner Ausflugsziele für Radwanderer.

 

Unter dem Motto „Auf 2 Rädern zu 1.000 Möglichkeiten – Vielfalt erleben auf den schönsten Radtouren für Familien“ wurde eine Infokampagne gestartet, um die schönsten Ziele vorzustellen. Die einzelnenAusflüge sind in Themengruppen zusammengefasst,  zum Beispiel „Kultur & Geschichte“„Geniessen & Schlemmen“, „Spiel & Spass“ oder „Natur & Tiere“.

 

Unter http://metropolregion.hamburg.de/familienradtouren/ gibt es eine umfangreiche Auswahl an Zielen und man kann einen Info-Flyer als pdf-Datei herunterladen. Mehr als zwanzig Routen sind vorbereitet worden. „Familienurlaub für einen Tag“ versprechen sie den Radlern, so heißt es in der Broschüre. Und das Gebiet ist weit gesteckt. Es geht durchaus nicht nur durch das Hamburger Stadtgebiet. Auch weite Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens sind mit einbezogen worden. So finden sich auch Strecken rund um Cuxhaven an der Nordseeküste, im Kreis Segeberg, bei Ratzeburg oder im Landkreis Soltau-Fallingbostel.

 

Alle Routen sind so gewählt, dass jung und alt auf ihre Kosten kommen. Steile Passagen wurden vermieden, damit auch Ungeübte nicht zu schnell aus der Puste kommen. Attraktive Gaststätten entlang der Wege laden zur Rast ein und damit auch die Kinder nicht zu kurz kommen, taucht hin und wieder ein Spielplatz oder eine Naturbadestelle am Wegesrand auf.

 

Wer schon ein GPS-Satelitennavigationsgerät am Lenker hat, kann es sich ganz bequem machen und die vorbereiteten Routen unter www.bikemap.net herunterladen. Abwechslung ist Trumpf. So finden Naturliebhaber schöne und lehrreiche Pfade am Nationalpark Wattenmeer und entlang der Elbe mit reizvoller Pflanzenwelt und vielen Gelegenheiten zur Vogelbeobachtung. Geschichte wird in zahlreichen Freilichtmuseen wieder lebendig. Fischkutter oder Reetdachhaus, Klostergemäuer oder Schleusenanlage. Es gibt viel zu sehen, was Stadtkinder sonst kaum live erleben. Auf etlichen Routen gibt es Bade- und Wassersportmöglichkeiten, eine gute Möglichkeit, um sich nach dem Radeln wieder ein wenig abzukühlen.

 

Auch an das leibliche Wohl wurde gedacht. So bieten alle Touren Möglichkeiten zur Rast, oft können neben einer Erfrischung auch regionaltypische Spezialitäten genossen werden. Oder man kann ländliche Erzeugnisse direkt auf dem Bauernhof einkaufen, eine Erfahrung, die für Städter immer seltener wird.

 

Sollte das Fahrrad zwischendurch schlapp machen, so finden sich auf den Infoseiten der Metropolregion Hamburg auch Adressen von Reparatur- und Verleihbetrieben entlang der Strecken.